
Wer vom Jestetter Zipfel aus auf Entdeckungstour geht, stößt früher oder später auf ein Wahrzeichen, das die Landschaft des Hegaus seit Jahrhunderten prägt: die Festungsruine Hohentwiel bei Singen. Majestätisch erhebt sich der einstige Vulkankegel über die Region und zieht Besucher mit einer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Naturerlebnis und spektakulären Ausblicken an. Die größte Burgruine Deutschlands zählt zu den beeindruckendsten Ausflugszielen zwischen Hochrhein, Bodensee und Schwarzwald.
Ein Berg mit außergewöhnlicher Geschichte
Der Hohentwiel ist weit mehr als nur eine Ruine. Bereits im Jahr 915 wird die Befestigung erstmals urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte war der Berg Sitz schwäbischer Herzöge, Ritterburg, württembergische Landesfestung und später sogar Staatsgefängnis.
Seine besondere Lage machte den Hohentwiel nahezu uneinnehmbar. Auf 686 Metern Höhe thront die Anlage über den steil abfallenden Vulkanfelsen des Hegaus. Im Dreißigjährigen Krieg widerstand die Festung gleich mehreren Belagerungen und wurde zum Symbol württembergischer Wehrhaftigkeit. Erst in den napoleonischen Kriegen verlor sie ihre militärische Bedeutung. 1801 wurde die Anlage geschleift und verfiel zur Ruine.
Doch was einst als militärische Niederlage begann, erwies sich langfristig als Glücksfall. Die Ruinen blieben erhalten und bieten heute einen faszinierenden Einblick in die Geschichte Süddeutschlands.
Die größte Burgruine Deutschlands
Wer die gewaltigen Mauern zum ersten Mal sieht, versteht schnell, weshalb der Hohentwiel Besucher in seinen Bann zieht. Die Festungsanlage erstreckt sich über eine Fläche von rund neun Hektar und gilt als größte zugängliche Burgruine Deutschlands.Noch heute sind Kasernen, Kellergewölbe, Bastionen, Verteidigungsanlagen und Teile des herzoglichen Schlosses erkennbar. Der Rundgang gleicht einer Zeitreise. Hinter jeder Ecke öffnen sich neue Perspektiven auf das monumentale Bauwerk und die weitläufige Landschaft des Hegaus.
Besonders eindrucksvoll sind die mächtigen Bastionen des 17. und 18. Jahrhunderts. Hier wird deutlich, welch enorme strategische Bedeutung der Hohentwiel einst besaß.
Atemberaubende Aussichten bis zu den Alpen
Der Aufstieg lohnt sich nicht nur wegen der historischen Mauern. Von der Festung aus eröffnet sich eines der schönsten Panoramen Baden-Württembergs. Der Blick schweift über die markanten Vulkanberge des Hegaus, den Bodensee und bei klarer Sicht bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Schweizer Alpen. Für Fotografen, Naturliebhaber und Wanderfreunde ist dieser Ausblick allein schon Grund genug für einen Besuch. Besonders reizvoll sind die frühen Morgenstunden oder die Zeit kurz vor Sonnenuntergang, wenn das warme Licht die alten Mauern in goldene Farben taucht.
Vulkanberg und Naturparadies
Der Hohentwiel erzählt nicht nur Menschheitsgeschichte, sondern auch Erdgeschichte. Der markante Berg entstand aus vulkanischer Aktivität vor Millionen von Jahren und gehört heute zu den bekanntesten Vulkanbergen des Hegaus. Das harte Phonolith-Gestein prägt bis heute sein charakteristisches Erscheinungsbild. Rund um die Festung erstrecken sich artenreiche Biotope mit seltenen Pflanzen und Tieren. Das Gebiet steht seit Jahrzehnten unter Naturschutz und gehört zu den bedeutenden geologischen Landschaften Deutschlands. Ein geologischer Lehrpfad vermittelt spannende Einblicke in die Entstehung des Berges und die Besonderheiten seiner Flora und Fauna.
Ein ideales Ziel für einen Tagesausflug
Vom Jestetter Zipfel aus ist der Hohentwiel in weniger als einer Stunde erreichbar und eignet sich hervorragend für einen Familienausflug, eine Wanderung oder einen geschichtlichen Entdeckungstag. Die Wege zur Festung sind gut ausgebaut, und entlang des Aufstiegs eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf die Hegaulandschaft. Wer den Besuch mit weiteren Sehenswürdigkeiten verbinden möchte, findet in der Umgebung zahlreiche weitere Vulkanberge, Burgruinen, den Bodensee oder die Altstadt von Singen.
Unser Fazit
Der Hohentwiel ist einer jener Orte, an denen Vergangenheit lebendig wird. Die Verbindung aus gewaltiger Festungsarchitektur, faszinierender Geschichte, spektakulärer Natur und grandiosen Aussichten macht die Ruine zu einem der beeindruckendsten Ausflugsziele im südlichen Baden-Württemberg. Für Besucher aus dem Jestetter Zipfel ist der Hohentwiel nicht einfach nur eine Burgruine. Er ist ein Fenster in die Geschichte der Region und gleichzeitig ein Aussichtsbalkon über eine der schönsten Landschaften zwischen Bodensee und Hochrhein. Wer einmal dort oben gestanden hat, versteht schnell, warum der „König der Hegau-Vulkane“ seit Jahrhunderten Menschen begeistert.
In der Nähe: Hohentwiel – Der Vulkan, der alles hat
Ein Weg, der sich wie ein kleines Abenteuer anfühlt
Wer den Birret kennt, weiß: Diese Landschaft hat eine eigene Ruhe. Der Weg führt erst sanft über die Felder, wo der Wind die Gräser bewegt und der Blick weit über den Jestetter Zipfel schweift. Schon hier entsteht dieses Gefühl von „Ich bin raus aus allem“, obwohl man nur wenige Minuten vom Dorf entfernt ist.
Je weiter man geht, desto dichter wird die Natur. Der breite Himmel über dem Birret verengt sich langsam zu einem grünen Tunnel aus Bäumen. Das Licht bricht gefiltert durch die Kronen, die Luft wird kühler, feuchter, und der Waldboden federt unter den Schritten. Man hört nur das Knacken der Äste, das Rascheln der Blätter und manchmal das leise Rufen eines Vogels.
Der Abstieg ins Volkenbachtal
Der Weg senkt sich, und plötzlich öffnet sich die Landschaft zu einer kleinen Schlucht. Das Volkenbachtal wirkt wie ein Ort, der seit Jahrhunderten unverändert geblieben ist – moosige Steine, Farnpolster, der Geruch von feuchter Erde.
Hier beginnt der schönste Teil der Wanderung: ein schmaler Pfad, der sich am Hang entlang schlängelt, immer begleitet vom leisen Murmeln des Bachs. Die Natur wirkt dichter, ursprünglicher, fast märchenhaft.
Und dann steht sie da: die „Römerbrücke“
Zwischen den Bäumen taucht plötzlich der steinerne Bogen auf – verwittert, überwachsen, und doch majestätisch. Die Brücke liegt wie ein Relikt aus einer anderen Zeit im Wald, ein Bauwerk, das sich der Natur nicht widersetzt, sondern in ihr aufgeht.
Auch wenn sie nicht aus der Römerzeit stammt, sondern 1696erbaut wurde, hat sie diese Aura des Alten, des Geheimnisvollen. Die Steine sind dunkel vom Moos, die Konturen weich vom Licht, das durch die Blätter fällt. Wer hier steht, spürt sofort: Dieser Ort erzählt Geschichten.
Ein Platz zum Verweilen
Viele Wandernde setzen sich einfach auf einen der großen Steine am Bach, hören dem Wasser zu und lassen die Atmosphäre wirken. Die Brücke ist kein touristischer Hotspot – sie ist ein stiller Ort, der gerade deshalb so eindrucksvoll ist.
Ein paar Minuten hier fühlen sich an wie eine kleine Pause vom Alltag, wie ein Moment, der nur einem selbst gehört.
Fazit
Die Wanderung über die Birret zur alten Römerbrücke ist kein spektakulärer Trail – sie ist ein sanftes Naturerlebnis, das mit jedem Schritt intensiver wird. Ein Weg, der zeigt, wie schön der Jestetter Zipfel sein kann, wenn man ihn langsam und aufmerksam erlebt.
Die „Römerbrücke“ von Jestetten – Geschichte, Mythos und Realität
Zwischen dichtem Wald und dem rauschenden Volkenbach liegt ein Bauwerk, das seit Jahrhunderten die Fantasie beflügelt: die sogenannte „Römerbrücke“bei Jestetten. Ihr Name weckt Assoziationen an Legionen und antike Straßen – doch die wissenschaftliche Forschung zeichnet ein anderes, ebenso faszinierendes Bild.
Historische Herkunft
Die Brücke wurde 1696 erbaut, also über 1600 Jahre nach dem Ende der römischen Herrschaft am Hochrhein. Auftraggeber war der Landgraf von Klettgau, ausgeführt wurde der Bau durch die Schaffhauser Maurermeister Hanß Müllerenund Beath Wilhelm Spörnlein. Sie errichteten eine einbogige Steinbrückeüber den Volkenbach, um die Verbindung zwischen Jestetten und der Handelsroute Richtung Schaffhausen–Eglisauzu verbessern.
Das Mauerwerk besteht aus Kalksteinquadern, verbunden mit Kalkmörtel – typische Materialien des 17. Jahrhunderts. Die Brücke war Teil einer regionalen Infrastrukturmaßnahme, die den wirtschaftlichen Austausch zwischen dem Klettgau und der Schweiz erleichtern sollte.
Bauweise und Zustand
Die Brücke ruht auf massiven Widerlagern, die sich in den Hang einfügen. Ihre Spannweite beträgt rund 10 Meter, die Breite etwa 3 Meter. Der Bau zeigt frühe barocke Ingenieurskunst mit klarer, funktionaler Linienführung. Bereits im 18. Jahrhundertführten Hangrutschungen und Feuchtigkeit zu ersten Schäden. Um 1770wurde sie gesperrt, später mehrfach restauriert – zuletzt 1966. Heute sind nur noch Teile der Brückenwangen und der Gewölbeansätze sichtbar, überwachsen von Moos und Efeu.
Wissenschaftliche Bewertung
Die Bezeichnung „Römerbrücke“ ist nicht historisch korrekt. Der Name tauchte erst im 19. Jahrhundertin Karten und Volksüberlieferungen auf. Archäologische Untersuchungen, insbesondere durch Dr. Jürgen Trumm (Universität Basel, 1998), belegen eindeutig, dass keine römischen Baustrukturen vorhanden sind. Weder Mauertechnik noch Fundmaterial weisen auf antike Ursprünge hin. Die Brücke ist somit ein barockes Bauwerk, kein Relikt der Römerzeit.
Kulturdenkmal und Ausflugsziel
Trotz der irreführenden Bezeichnung ist die Brücke ein geschütztes Kulturdenkmaldes Landes Baden-Württemberg. Sie steht sinnbildlich für die Verflechtung von Geschichte und Legende– ein Ort, an dem sich wissenschaftliche Erkenntnis und regionale Erzähltradition begegnen. Ein Spaziergang zur Brücke führt durch den schattigen Volkenbachwald, vorbei an Farnen und alten Steinresten – ein Stück lebendige Geschichte mitten im Jestetter Zipfel.
In der Nähe: Rheinfall
Der Munotist weit mehr als das Wahrzeichen von Schaffhausen. Die mächtige Rundfestung aus dem 16. Jahrhundert thront über der Altstadt und bietet eine Mischung aus Geschichte, Aussicht und Atmosphäre, die man in dieser Form kaum ein zweites Mal findet. Für Besucherinnen und Besucher aus dem Jestetter Zipfel ist der Munot ein nahes, unkompliziertes und zugleich beeindruckendes Ausflugsziel, das sich zu jeder Jahreszeit lohnt.
Ein Bauwerk mit Geschichte
Der Munot wurde zwischen 1564 und 1589 erbaut – in einer Zeit, in der Festungsbaukunst einen radikalen Wandel erlebte. Die runde Form, die massiven Mauern und die sternförmigen Außenanlagen folgen dem damals modernen Prinzip der „Zirkularfestung“. Er war nie Schauplatz großer Schlachten, doch seine Präsenz prägte die Stadt über Jahrhunderte. Heute gilt der Munot als eines der bedeutendsten Renaissance‑Festungswerke der Schweiz.
Im Inneren der Festung führen breite Treppen und gewölbte Gänge in den riesigen Rundsaal, der früher als Waffenlager diente. Heute wird er für kulturelle Veranstaltungen genutzt – Konzerte, Empfänge, Feste. Der Munot ist damit nicht nur ein historisches Monument, sondern auch ein lebendiger Ort.
Aussicht, die man gesehen haben muss
Wer den Aufstieg über die Treppen oder den Weg durch die Weinberge wagt, wird belohnt: Vom Munot aus öffnet sich ein Panorama über die gesamte Stadt Schaffhausen, den Rhein, die umliegenden Hügel und bei klarer Sicht bis weit ins Zürcher Unterland. Besonders eindrucksvoll ist der Blick am Abend, wenn die Altstadt warm beleuchtet ist und der Rhein ruhig durch die Stadt zieht.
Für Besucher aus dem Jestetter Zipfel ist der Munot ein idealer Punkt, um die Region aus einer neuen Perspektive zu erleben.
Weinberge, Altstadt und Rhein – ein perfektes Gesamtpaket
Der Munot ist eingebettet in die Munot‑Reben, die sich rund um die Festung erstrecken. Die Wege durch die Weinberge sind beliebt für Spaziergänge und Fototouren. Direkt unterhalb liegt die Schaffhauser Altstadtmit ihren Erkern, Brunnen und Cafés – ein idealer Anschluss für alle, die den Ausflug verlängern möchten. Nur wenige Minuten entfernt fließt der Rhein, und wer möchte, kann den Besuch mit einem Abstecher zum Rheinfallkombinieren. Damit wird der Munot schnell zum Ausgangspunkt für einen ganzen Erlebnistag.
Warum der Munot ein ideales Ausflugsziel für den Jestetter Zipfel ist
Kurze Anfahrt: Von Jestetten, Lottstetten oder Altenburg ist man in wenigen Minuten dort.
Ganzjährig attraktiv: Frühling mit Weinblüte, Sommer mit Veranstaltungen, Herbst mit warmem Licht, Winter mit ruhiger Atmosphäre.
Kostenloser Zugang: Der Munot ist frei zugänglich – ein Pluspunkt für Familien und spontane Ausflüge.
Historisch und fotogen: Perfekt für alle, die Geschichte mögen oder einfach schöne Orte suchen.
Kombinierbar: Altstadt, Rheinfall, Restaurants – alles in unmittelbarer Nähe.
Fazit
Der Munot ist ein Ausflugsziel, das Tradition, Aussicht und regionale Identität verbindet. Er ist nah, eindrucksvoll und vielseitig – und damit ein Ort, den jede und jeder im Jestetter Zipfel mindestens einmal besucht haben sollte. Ob als kurzer Abstecher, als Fotospot oder als Startpunkt für einen ganzen Tag in Schaffhausen: Der Munot bleibt ein Klassiker, der nie enttäuscht.
Wer vom Jestetter Zipfel aus Richtung Westen fährt, sieht ihn oft schon von weitem: den Hohentwiel, diesen mächtigen, fast trotzig wirkenden Kegel aus Basalt, der sich über Singen erhebt. Ein Berg, der nicht einfach nur ein Berg ist – sondern ein Vulkan, eine Burgruine, ein Naturdenkmalund ein Aussichtsplatz, der selbst Alpenfans kurz sprachlos macht.
Der Hohentwiel ist eines dieser Ausflugsziele, die man immer wieder besucht, weil sie jedes Mal etwas anderes erzählen. Mal ist es die Geschichte der Festung, mal die Weite des Hegaus, mal der Blick bis zum Bodensee – und manchmal einfach nur die Erkenntnis, dass man für echtes „Alpengefühl“ gar nicht weit fahren muss.
Ein Vulkan, der seit Millionen Jahren Eindruck macht
Der Hohentwiel ist ein sogenannter Hegauvulkan– und zwar einer der markantesten. Vor rund 7 Millionen Jahren schob sich Magma durch die Erdkruste, erstarrte und formte den Basaltkegel, den wir heute sehen. Die umliegenden weicheren Gesteinsschichten wurden über Jahrtausende abgetragen, sodass der harte Vulkanstock heute wie ein Naturmonument aus der Landschaft ragt.
Für Besucher bedeutet das:
steile Flanken,
bizarre Felsformationen,
und ein Panorama, das sich mit jedem Höhenmeter weiter öffnet.
Die Festung, die nie so ganz besiegt wurde
Auf dem Gipfel thront die Festungsruine Hohentwiel, eine der größten und bedeutendsten Burganlagen Süddeutschlands. Ihre Geschichte ist eine Mischung aus Macht, Militär und Mythos:
Im Mittelalter war sie Sitz der Herzöge von Schwaben.
Später wurde sie zur Landesfestung ausgebaut – und galt als nahezu uneinnehmbar.
Erst Napoleon sorgte dafür, dass die Anlage geschleift wurde.
Heute wandert man durch Mauern, Tore und Bastionen, die noch immer eine beeindruckende Wucht haben. Die Kombination aus Ruinen und Natur ist einzigartig – und wirkt fast wie eine Filmkulisse.
Rundumsicht, die süchtig macht
Oben angekommen, öffnet sich ein 360‑Grad‑Panorama, das zu den schönsten im süddeutschen Raum gehört:
Bodenseeim Osten
Schweizer Alpenam Horizont
Hegau-Vulkanewie Hohenkrähen, Mägdeberg und Hohenstoffeln
Weite EbenenRichtung Schwarzwald
An klaren Tagen sieht man die Alpenkette so deutlich, dass man fast glaubt, sie anfassen zu können. Und selbst bei Dunst oder Wolken bleibt der Blick spektakulär – dann wirkt der Hohentwiel wie ein Inselberg über einem Meer aus Licht und Schatten.
Wandern, Staunen, Durchatmen
Der Aufstieg ist moderat, aber abwechslungsreich. Wege führen durch Wald, über Felsen und entlang alter Mauern. Immer wieder öffnen sich kleine Fenster in die Landschaft. Perfekt für:
Familien
Genusswanderer
Fotografen
Geschichtsinteressierte
Spontane Halbtagesausflüge
Wer mag, verbindet den Besuch mit einem Abstecher in die Singener Innenstadt, einem Kaffee im Hegaublickoder einer Tour zu weiteren Vulkanbergen der Region.
Warum der Hohentwiel immer ein Highlight bleibt
Weil er alles vereint, was ein starkes Ausflugsziel braucht:
Natur
Geschichte
Aussicht
Atmosphäre
und eine Prise Abenteuer
Er ist nah genug für einen spontanen Ausflug – und eindrucksvoll genug, um Gästen aus der Ferne zu zeigen, wie vielfältig die Region rund um den Jestetter Zipfel ist.
Der Rheinfall – das Donnern der Natur ganz nah
Nur ein paar Minuten vom Jestetter Zipfel entfernt beginnt das Schauspiel, das seit Jahrhunderten Menschen in seinen Bann zieht: der Rheinfall bei Schaffhausen, Europas größter Wasserfall. Wo der Hochrhein seine Kraft zeigt, wird Natur zum Erlebnis – laut, lebendig und beeindruckend schön.
Ein Naturwunder vor der Haustür
Mit einer Breite von rund 150 Meternund einer Fallhöhe von 23 Meternstürzt der Rhein hier über die Felskante. Besonders im Frühsommer, wenn das Schmelzwasser aus den Alpen kommt, erreicht der Wasserfall seine volle Wucht – bis zu 700 000 Liter pro Sekundedonnern dann in die Tiefe. Das Grollen ist schon von weitem zu hören, und wer am Ufer steht, spürt die feine Gischt auf der Haut – ein Moment, der alle Sinne weckt.
Geschichte und Aussicht
Über dem Wasser thront das Schloss Laufen, dessen Geschichte bis ins Mittelalter reicht. Heute beherbergt es ein Besucherzentrum, ein Restaurant und die spektakuläre Aussichtsplattform, die direkt über das tosende Wasser führt. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt Neuhausen am Rheinfall, wo sich der Blick auf die Felseninsel besonders eindrucksvoll öffnet. Eine kleine Bootsfahrtbringt Besucher mitten ins Geschehen – näher kommt man dem Rheinfall nicht.
Rheinfall‑Rundweg – Natur erleben mit jedem Schritt
Der Rheinfall‑Rundwegverbindet beide Ufer und bietet auf rund 3,5 Kilometernein abwechslungsreiches Erlebnis:
Spaziergang durch schattige Wälder und über Brücken
Aussichtspunkte mit Panoramablick
Rastplätze mit Blick auf das Wasser
Für Sportliche: Verlängerung bis Rheinauoder Schloss Wörth
Ob zu Fuß oder mit dem Rad – der Rundweg ist ganzjährig begehbar und ideal für Familien, Fotografen und Naturfreunde.
Freizeit und Genuss
Nach dem Spaziergang locken Cafés und Restaurants entlang des Ufers. Besonders beliebt: das Park‑Café am Rheinfall, wo man bei einem Eis oder Kaffee das Donnern der Wassermassen genießen kann. Im Sommer finden regelmäßig Open‑Air‑Konzerteund Lichtshowsstatt, die den Wasserfall in magisches Licht tauchen.
Tipp für Besucher
Wer früh losfährt, erlebt den Rheinfall im Morgenlicht – dann liegt Nebel über dem Wasser, und die Sonne bricht durch die Gischt. Ein perfekter Moment für Fotos, Ruhe und das Gefühl, mitten in der Kraft der Natur zu stehen.
Vom Naturwunder zur Kultstätte
Seit Jahrhunderten fasziniert der Rheinfall Reisende, Dichter und Naturforscher.Bereits im 16. Jahrhundert wurde er in Chroniken erwähnt, später von Künstlern wie J. M. W. Turnergemalt.Im 19. Jahrhundert nutzten Mühlen und kleine Betriebe die Wasserkraft – die Anfänge der industriellen Nutzung des Rheins.Heute ist der Rheinfall ein Symbol für die ungebändigte Naturmitten in einer dicht besiedelten Region.
Flora & Fauna – Leben im Sprühnebel
Trotz der gewaltigen Wassermassen ist der Rheinfall ein ökologisches Kleinod. In den feuchten Felsnischen wachsen Moose, Farne und seltene Flechten. Am Ufer leben Eisvögel, Wasseramselnund Graureiher, während im Rhein selbst Aaleals einzige Fischart den Wasserfall überwinden können – sie schlängeln sich seitlich über die Felsen hinauf.
Der Rheinfall ist mehr als ein Ausflugsziel – er ist ein Naturdenkmal, das die Kraft der Erde spürbar macht. Ein Ort, der zeigt, wie nah große Naturerlebnisse am Jestetter Zipfel liegen. Wer hier steht, versteht: Manchmal muss man nicht weit reisen, um Ehrfurcht zu empfinden.
Wer im Jestetter Zipfel und entlang des Hochrheins unterwegs ist, findet im nur wenige Minuten entfernten Schleitheim ein Museum, das weit mehr ist als ein klassisches Ortsmuseum. Das Museum Schleitheimertalerzählt auf vier Etagen die Geschichte einer Region, die seit Jahrtausenden besiedelt, geprägt, zerstört, wieder aufgebaut und immer wieder neu definiert wurde. Es ist ein Ort, an dem sich Geologie, Archäologie, Alltagskultur und Weltgeschichte auf engstem Raum begegnen – und genau das macht es zu einem der spannendsten Ausflugsziele rund um den Zipfel.
Schon das Gebäude selbst ist ein Stück Geschichte: 1780 als Schulhaus errichtet, später erweitert, davor Standort eines mittelalterlichen Fronhofs. Heute führt es Besucher durch eine Zeitreise, die bei den Urmeeren beginnt und bei den Täufern des 16. Jahrhunderts endet. Zwischen Dinosaurierfunden, römischen Gutshöfen, alemannischen Gräbern, Dorfbränden, Handwerkskunst und exotischen Exponaten aus Kairo entsteht ein lebendiges Bild davon, wie vielfältig und überraschend die Vergangenheit dieser Region ist.
Das Museum Schleitheimertal ist damit nicht nur ein Ort für Geschichtsinteressierte, sondern ein ideales Ziel für Familien, Schulklassen, Kulturfans und alle, die auf ihren Ausflügen gerne echte Entdeckungen machen. Ein Besuch lohnt sich – und eröffnet neue Perspektiven auf eine Region, die mehr erlebt hat, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Das Museum in der heutigen Form besteht seit 1995 und ist als Ortsmuseum gestaltet. Das Gebäude wurde 1780 als Schulhaus erbaut und 1824 mit einem Anbau für die Lehrerwohnung erweitert. Schon vor 1780 wurde das an dieser Stelle stehende Gebäude als Schulhaus benutzt. Ursprünglich stand an dieser Stelle der 995 erstmals erwähnte reichenauische Fronhof. Die Museumsräume befinden sich im 2. Bis 4. Obergeschoss.
Der erste Raum ist der Geologie des Randentals gewidmet. Die vielfältigen geologischen Strukturen in und um Schleitheim bergen zahlreiche Schätze aus der Entwicklungsgeschichte unserer Region. Nebst Versteinerungen von Meeresbewohnern fand man hier auch Spuren vorzeitlicher Landbewohner. Eine Besonderheit ist, dass Schleitheim Fundort eines Dinosauriers ist, der den Namen Schleitheimia Schutzi trägt.
Der zweite Raum beherbergt rechts eine alte Schulstube und links ein Abriss über die reichhaltige Schleithiemer Archäologie. Mit der Kleinstadt Iuliomagus und mehreren Gutshöfen ist die Gemeinde Schleitheim bekannt für ihr archäologisches Erbe aus römischer Zeit. Doch bereits vor den Römern hinterliessen Menschen in der Region zahlreiche Spuren. Nach den Römern siedelten hier die Alamannen und hinterliessen u. a.
ein riesiges Gräberfeld mit rund tausend Gräber, in den sich z.T. wertvolle Grabbeigaben befanden. Gezeigt wird auch die archäologische Geschichte der rund 1400 jährigen Kirche so wie ein spezieller Sarg aus dem Jahre 1061. Die Ausstellung der Ortsgeschichte dokumentiert u. a. den grossen Dorfbrand von 1747 und die staatsrechtliche Kuriosität die bis ins 19. Jahrhundert dauerte, die sogenannte «Hostiz». Bis 1839 war der 2163 Hektaren messende Gemeindebann von Schleitheim in zwei Hoheitsgebiete geteilt. Viele Besucher erinnern sich noch ans «Schlaatemer Tram». Die Strassenbahn Schaffhausen – Schleitheim StSS versah ihren Dienst von 1905 bis 1964.
Einen Einblick über den Alltag unserer Vorfahren beim Besichtigen der oberen Stockwerke. Verschiedene alte Handwerke hinterliessen ihre Spuren. Speziell erwähnt werden muss die Wannenmacherei. Ihre Produkte fanden Absatz bis ins Elsass. Gegenstände aus Haus und Hof vervollständigen diese Ausstellung. Für den technisch interessierten Besucher ist das alte Uhrwerk der Kirche sehenswert. Die neuste Ausstellung ist dem ehemaligen Hofgärtner am Hofe Kairos, Christian Stamm gewidmet. Als junger Bursche zog er in die Welt und brachte es in Kairo zu Ansehen und
Reichtum. Zu seinem Erbe gehören das der Schule geschenkte Nilkrokodi und eine ägyptische Kindermumie.
Seit 2004 verfügt das Museum Schleitheim eine einzigartige Ausstellung über das Täufertum. Die 1527 verfassten Schleitheimer Artikel stellen die älteste Bekenntnisschrift des Täufertums dar. Sie kann als Gründungsurkunde des protestantischen Freikirchentums betrachtet werden. Die Ausstellung beschreibt die Entstehung des Täufertums, zeigt aber auch die unrühmliche Geschichte der Verfolgung und Ächtung
dieser friedfertigen Glaubensbewegung auf. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein Originaldruck des Schleitheimer Bekenntnisses aus der Mitte des 16. Jh. von dem es weltweit nur noch vier Exemplare gibt. Diese Ausstellung erfreut sich regem Interesse bei den Nachfolgern der Täufer, den Mennoniten, Hutterer und den Amischen und bringt Besucher aus aller Welt ins Museum Schleitheimertal.
Kirchgasse 8 8226 Schleitheim

Fotos Copyright : Achim Mende/ Michael Hafner
Über den Wolken des Bodensees – Warum ein Zeppelinflug mehr ist als ein Ausflug
Es gibt Momente, die sich einfach nicht in Fotos pressen lassen. Momente, die man nicht nur einfach „erlebt“, sondern die sich in die eigene Biografie einschreiben. Ein Zeppelin‑Rundflug über den Bodensee gehört genau in diese spezielle Kategorie.
Es gibt Momente, die sich anfühlen, als hätte jemand kurz die Welt angehalten. Ein sanftes Brummen, ein leichtes Vibrieren unter den Füßen, und plötzlich hebt sich der Boden weg. Der Bodensee wird kleiner, die Uferlinien klarer, die Alpen rücken näher. Wer einmal mit dem Zeppelin ab Friedrichshafen abgehoben hat, versteht sofort: Das hier ist kein Transportmittel. Das ist ein Gefühl.
Während unten die Wellen glitzern, die Alpen am Horizont auftauchen und die Welt plötzlich ganz leise wird, versteht man, warum Menschen seit über 100 Jahren von Luftschiffen fasziniert sind. Und warum dieses Erlebnis heute zu den außergewöhnlichsten Ausflugszielen der Bodenseeregion zählt – auch für Besucher aus dem Jestetter Zipfel.
Der Bodensee von oben – ein Panorama, das man nicht vergisst
Schon beim Start öffnet sich ein Blick, der selbst Einheimische überrascht. Die Wasseroberfläche glitzert wie ein aufgeschlagenes Märchenbuch, die Insel Reichenau wirkt wie ein sorgsam arrangiertes Kunstwerk, und die Schweizer Seite des Sees zeigt ihre Hügel und Dörfer in einer Ruhe, die man vom Boden aus kaum wahrnimmt.
Warum der Zeppelin anders fliegt als alles andere
Ein Flugzeug rauscht. Ein Helikopter rattert. Der Zeppelin dagegen schwebt.
Er bewegt sich mit einer Gelassenheit, die fast meditativ wirkt. Die Fenster sind groß, die Kabine leise, und man kann tatsächlich miteinander reden, ohne zu schreien. Wer mag, lehnt sich einfach zurück und lässt die Landschaft vorbeiziehen wie in einem Film, bei dem man selbst die Hauptrolle spielt.
Und dann ist da dieses Gefühl, das man schwer beschreiben kann:
eine Mischung aus Nostalgie, Erlbenis und einer Prise Kindheitstraum. Je höher der Zeppelin steigt, desto mehr verschiebt sich die Perspektive: Die Rheinmündung wirkt wie ein filigranes Adernetz. Die Alpenkette steht wie eine gemalte Kulisse am Horizont und die Städte rund um den See – Konstanz, Romanshorn, Bregenz – liegen da wie Miniaturen in einer Modelleisenbahnlandschaft. Die Magie des Schwebens – Ein Erlebnis, das man nicht vergleichen kann.
Viele Menschen aus dem Jestetter Zipfel kennen den See: zum Baden, zum Shoppen, zum Ausflug. Aber von oben? Das ist eine andere Welt. Nach der Landung fährt man zurück durch Jestetten, Lottstetten oder Dettighofen — und plötzlich sieht man alles bewusster. Die Felder, die Kurven, die Häuser, die man sonst im Vorbeigehen ignoriert. Man versteht, wie besonders dieser kleine Zipfel eigentlich ist. Und wie viel Schönheit in einer Region steckt, die man oft unterschätzt.
Anfahrt

VonB27undRoute 4A4/E41/E54inSchaffhausen, Schweiznehmen
11 min(7,3 km)
E41/E54folgen,A81,A98,B31nundB31bisK7726inFriedrichshafen, Deutschlandnehmen, aufB31Ausfahrt RichtungFN-Ettenkirch/FN-Ailingen/FN-Nord/Einkaufszentrum/Messe/Flughafennehmen
1 h 6 min(84,0 km)
BisMessestraßefahren
5 min(3,9 km)
Messestraße 132
88046 Friedrichshafen
Die Wutachschlucht – Das wilde Herz des Südschwarzwalds
Die Wutachschluchtist eines der eindrucksvollsten Naturerlebnisse im südlichen Schwarzwald – ein wilder Canyon, der sich nur rund eine Stunde Fahrtzeit vom Jestetter Zipfelentfernt befindet. Zwischen Bonndorf, Löffingen und Stühlingenhat sich die Wutach über Jahrtausende tief in den Fels gegraben und eine Landschaft geschaffen, die ihresgleichen sucht.
Die Schlucht ist ein lebendiges Naturdenkmal: Steile Felswände, rauschende Wasserfälle, urwüchsige Wälder und ein ständig wechselnder Flusslauf machen jede Wanderung zu einem Abenteuer. Die Wutachschlucht gilt als „Grand Canyon des Schwarzwalds“– wild, ursprünglich und voller Leben.
Was die Wutachschlucht so besonders macht
Die Schlucht ist ein über Jahrtausende geformtes Wildflusstal, das sich ständig verändert. Umgestürzte Bäume, neue Flussläufe, abrutschende Felsen – die Natur gestaltet hier täglich neu. Genau das macht den Reiz aus:
Wildromantische Schluchtlandschaftmit bis zu 160 Meter hohen Felswänden
Dynamischer Wildfluss, der regelmäßig seinen Lauf verändert
Urwaldähnliche Vegetationmit Farnen, Moosen und alten Buchen
Seltene Tierarten, die in Baden-Württemberg kaum noch vorkommen
Geologische Besonderheitenwie Kalktuff, Schichtstufen und fossile Ablagerungen
Die Wutachschlucht ist Teil des größten Schluchtensystems Deutschlands– zusammen mit Gauchach- und Engeschlucht.
Flora & Fauna – ein lebendiges Naturmuseum
Die Wutachschlucht ist ein Hotspot der Biodiversität– ideal für Naturfotografen und Familien, die die heimische Tierwelt entdecken möchten.
Mammutblatt-Farneund großflächige Moospolster
Waldmeister-Buchenwälder
Knabenkraut-Orchideenan sonnigen Hängen
Silberblatt, Pestwurz und Bärlauchentlang des Wassers
Fauna
Wasseramselund Gebirgsstelzeentlang der Wutach
Feuersalamanderin feuchten Seitentälern
Eisvogelan ruhigeren Flussabschnitten
Schwarzspechtund Kolkrabein den Hochwäldern
Mit Glück: Rehe, Dachs, Fuchsoder Mufflon
Wanderungen – von leicht bis anspruchsvoll
Die bekannteste Tour führt von der Wutachmühle zur Schattenmühle(ca. 13 km, 4–5 Stunden). Schmale Pfade, Hängebrücken und spektakuläre Aussichtspunkte machen diese Strecke zu einem echten Highlight. Für Familien eignen sich kürzere Abschnitte rund um die Wutachmühle oder Bachheim – mit sicheren Wegen und Rastplätzen direkt am Wasser.
1. Klassische Wutachschlucht-Wanderung (ca. 13 km)
Start:Wutachmühle Ziel:Schattenmühle
Dauer: 4–5 Stunden
Anspruch: mittel
Highlights: enge Schluchtpassagen, Hängebrücken, Wasserfälle
2. Gauchachschlucht & Engeschlucht (Rundtour, 10–12 km)
Anspruch: mittel bis anspruchsvoll
Besonders wild und ursprünglich
Hängebrücke über die Gauchach
3. Familienfreundlich: Teilabschnitte ab Wutachmühle
Kurze 2–4 km Rundwege
Ideal für Kinder und ältere Wanderer
4. Premiumroute: Schluchtensteig-Etappe
Für ambitionierte Wanderer
Spektakuläre Ausblicke und abwechslungsreiche Landschaft
Radtouren – nur für Geübte
Die Wutachschlucht selbst ist nicht mit dem Fahrrad befahrbar, aber die umliegenden Höhenwege bieten fantastische Touren:
Empfohlene Routen
Rundtour Bonndorf – Wutachflühen – StühlingenAnspruchsvoll, aber landschaftlich großartig.
Hochschwarzwald-PanoramarouteMit Blick auf die Schluchtlandschaft.
E‑Bike‑Tourenrund um Bonndorf, Bachheim und Löffingen Perfekt ausgeschildert, viele Einkehrmöglichkeiten.
Anreise aus dem Jestetter Zipfel
Die Wutachschlucht ist von Jestettenund Lottstettenaus überraschend gut erreichbar.
Mit dem Auto
Jestetten → Wutachmühleca. 55–60 Minuten, über Stühlingen – Bonndorf
Lottstetten → Wutachmühleca. 50–55 Minuten, gleiche Route
Parkplätze:
Wutachmühle(beliebt, früh da sein)
Schattenmühle
Bachheim(Einstieg Wutachflühen)
Mit dem ÖPNV
Bahn: Jestetten/Lottstetten → Stühlingen
Bus: Stühlingen → Bonndorf→ Wutachmühle (Verbindungen variieren, vorher prüfen)
Tipps für einen gelungenen Ausflug
Früh starten – die Schlucht ist beliebt
Feste Schuhe, am besten knöchelhoch
Wetter checken: nach Starkregen gesperrt
Handyempfang ist eingeschränkt
Genügend Wasser und Snacks mitnehmen
Rückfahrt organisieren (z. B. Wanderbus zwischen Wutachmühle und Schattenmühle)
Fazit
Die Wutachschlucht ist eines der beeindruckendsten Naturerlebnisse, die man vom Jestetter Zipfel aus in kurzer Zeit erreichen kann. Ob gemütliche Wanderung, anspruchsvolle Schluchtentour oder Panorama-Radtour – hier findet jede und jeder das passende Abenteuer. Die Mischung aus wilder Natur, geologischer Geschichte und artenreicher Flora und Fauna macht die Schlucht zu einem Ausflugsziel, das man immer wieder neu entdecken kann.
Foto: Copyright Affenberg Salem
Wer im Jestetter Zipfel lebt, weiß: Unsere Region ist reich an Natur, Geschichte und charmanten Ausflugszielen. Doch nur wenige Orte verbinden Tierbegegnungen, Naturschutz und ein echtes „Wow‑Erlebnis“ so eindrucksvoll wie der Affenberg Salem. Gerade einmal rund eine Stunde Fahrt entfernt, wartet hier ein Stück Wildnis, das man sonst eher aus Dokumentationen kennt – nur eben hautnah.
Ein Park, der anders ist
Der Affenberg Salem ist kein klassischer Zoo. Er ist ein Freigehege, in dem rund 200 Berberaffen auf 20 Hektar Wald leben – mit viel Platz und natürlichem Verhalten. Besucher bewegen sich auf einem Rundweg mitten durch das Revier der Tiere. Was sofort auffällt, ist die Ruhe. Kein Gedränge, kein künstliches Spektakel – stattdessen ein Wald, Vogelgezwitscher und Affen, die sich benehmen, als wären wir gar nicht da. Genau das macht den Reiz aus: Man ist Gast im Lebensraum der Tiere, nicht umgekehrt.
Die Stars des Parks: Die Berberaffen
Die Berberaffen – auch Magots genannt – stammen ursprünglich aus dem Atlasgebirge Nordafrikas. In freier Wildbahn sind sie bedroht, weshalb der Affenberg eine wichtige Rolle im Artenschutzspielt. Die Tiere leben hier in stabilen Familiengruppen, pflanzen sich fort und werden wissenschaftlich begleitet. Besonders spannend sind die Fütterungen, die mehrmals täglich stattfinden. Pfleger erklären dabei, wie die Tiere leben, warum sie so sozial sind und weshalb die Männchen oft Babys tragen.
Mehr als Affen: Ein kleines Naturparadies
Der Affenberg ist ein Gesamterlebnis. Neben den Affen gibt es:
einen großen Weiher mit 50 Storchenpaare, die hier brüten
ein Damwild-Gehege, das man ebenfalls durchwandert
einen Abenteuerspielplatzfür Kinder
ein Biergartenmit regionalen Speisen
einen Lehrpfad, der Naturwissen spielerisch vermittelt
Perfekt für einen Halbtages- oder Tagesausflug
Von Jestetten, Lottstetten oder dem gesamten Zipfel aus ist der Affenberg schnell erreicht. Die Wege sind gut begehbar, auch mit Kinderwagen. Hunde dürfen allerdings nicht mit in das Affengehege – verständlich, denn die Affen würden das als Bedrohung wahrnehmen.
Beste Besuchszeit:
Frühling: Jungtiere und Storchenbrut
Sommer: Schattige Waldwege, angenehm kühl
Herbst: Farbenprächtiger Wald, ruhiger Betrieb
Praktische Tipps für den Besuch
Früh kommen lohnt sich – die Affen sind morgens besonders aktiv
Kamera mitnehmen, aber Abstand halten
Keine eigenen Snacks für die Tiere – das Füttern ist streng geregelt
Für Kinder: Wechselkleidung einpacken (Spielplatz + Natur = Abenteuer)
Für Genießer: Der Biergarten ist überraschend gut
Warum sich der Ausflug lohnt
Der Affenberg Salem ist ein Ort, der verbindet: Natur und Bildung, Unterhaltung und Artenschutz, Nähe und Respekt. Er ist ideal für Familien, Paare, Naturfreunde – und für alle, die einmal etwas anderes erleben möchten als die üblichen Ausflugsziele. Für uns im Jestetter Zipfel ist er ein nahes, unkompliziertes und absolut lohnendes Ziel, das man immer wieder besuchen kann. Und jedes Mal entdeckt man etwas Neues.
50 Jahre Affenberg Salem – Natur hautnah seit 1976
Schon beim Betreten des Affenbergs Salem liegt etwas Besonderes in der Luft: das sanfte Rascheln der Blätter, das lebhafte Rufen der Berberaffen und dieses Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Seit nunmehr 50 Jahren begeistert der Affenberg große und kleine Naturfans – als Ort zum Staunen, Lernen und Erleben.
Im weitläufigen, alten Buchenwald leben knapp 200 Berberaffen – aufmerksam, neugierig und fast wie in freier Wildbahn. Besucherinnen und Besucher bewegen sich dabei mitten durch das Gelände und können die Tiere aus nächster Nähe beobachten: beim Klettern, Spielen, Ruhen oder bei der Futtersuche.
Auf Augenhöhe durch die Baumkronen: der Treewalk
Ein besonderes Highlight ist der 250 Meter lange Treewalk. Über schwingende Hängebrücken und Plattformen führt der Weg bis zu zwölf Meter hoch durch die Baumkronen. Von hier eröffnet sich eine ganz neue Perspektive – und mit etwas Glück begegnet man den Berberaffen sogar auf Augenhöhe. Ein faszinierender Blick in ihren Alltag, der unvergesslich bleibt.
Störche, Weiher und Damwild
Doch der Affenberg ist weit mehr als ein Lebensraum für Berberaffen. Hier befindet sich außerdem die größte freifliegende Weißstorchenkolonie Süddeutschlands: Rund 50 Storchenpaare ziehen Jahr für Jahr ihren Nachwuchs groß – ein beeindruckendes Naturschauspiel, das man hautnah miterleben kann.
Auch rund um den Weiher gibt es viel zu entdecken: Schwäne gleiten über das Wasser, Wasservögel tummeln sich am Ufer, und im Damwildgehege wacht Leithirsch „Emil“ majestätisch über seine Herde.
Genuss, Spiel & Auszeit in der Natur
Wer den Tag entspannt ausklingen lassen möchte, findet im Biergarten den passenden Ort dafür – begleitet vom charakteristischen Klappern der Störche. Während Kinder sich auf dem Abenteuerspielplatz austoben, genießen Erwachsene die besondere Atmosphäre dieses Naturparadieses.
Ein Ort zum Staunen – seit fünf Jahrzehnten
Seit einem halben Jahrhundert steht der Affenberg Salem für lebendige Naturbegegnungen, nachhaltige Eindrücke und besondere Momente. Ein Ausflugsziel, das Generationen verbindet – und auch im Jubiläumsjahr garantiert begeistert.
Affenberg Salem
Mendlishauser Hof, D-88682 Salem
Telefon: +49 (0)7553 381
Hier kannst Du alle weiteren Informationen wie Fütterungszeiten, Öffnungszeiten zum Affenberg Salem einsehen.
Am Affenberg Salem herrscht derzeit besonders viel Leben, denn die tierische Kinderstube füllt sich: Während die Störche bereits fleißig mit der Aufzucht ihrer Küken beschäftigt sind, gibt es nun auch bei den Berberaffen den ersten erfreulichen Zuwachs der Saison. Drei Affenbabys sind bereits geboren und werden von ihren Müttern kerngesund und putzmunter durch das weitläufige Freigehege getragen.
Im Mai geht es immer hoch her am Affenberg in Salem, denn die tierischen Bewohner bekommen Nachwuchs. Nach den Störchen hat sich jetzt auch in zwei der drei am Affenberg lebenden Berberaffengruppen bereits Nachwuchs eingestellt. „Seit wenigen Tagen ist es so weit: Die ersten Affenbabys sind auf der Welt und wir rechnen nun täglich mit weiterem Nachwuchs“, freut sich Biologe und Parkleiter Dr. Roland Hilgartner.
Seit über 50 Jahren besteht der Affenberg Salem – doch eine Geburt selbst wurde bislang noch nie beobachtet. Der Grund: Die Weibchen bringen ihre Jungen nachts hoch oben in den Schlaf bäumen zur Welt. Erst am nächsten Morgen entdeckt das Affenberg-Team den Nachwuchs.
„Deshalb ist der Wonnemonat Mai für uns jedes Jahr etwas ganz Besonderes“, erklärt Hilgartner. „Jeder Morgen kann eine neue Überraschung bereithalten.“ Der Park rechnet in diesem Jahr mit insgesamt fünf bis fünfzehn Affenbabys. Für die Besucherinnen und Besucher ist diese Zeit ein besonderes Highlight: Aufgrund des ruhigen und friedlichen Wesens der Berberaffen lassen sich die Tiere mit ihrem Nachwuchs aus nächster
Nähe beobachten. Dabei entstehen eindrucksvolle und intime Einblicke in das Sozialleben der Affenfamilien – von den ersten Kletterversuchen der Jungtiere bis hin zur liebevollen Fürsorge innerhalb der Gruppe.
„Wir freuen uns sehr, dass die ersten kerngesunden Berberaffenbabys auf der Welt sind. Das ist für den Besuch beispielsweise in den Pfingstferien das Tüpfelchen auf dem i. Und nachdem wir in den letzten Wochen durch eine langwierige Baustelle schwierig zu erreichen waren, ist auch
die Anfahrt zum Affenberg jetzt wieder von beiden Seiten möglich. Für uns und unsere Gäste gleich ein doppelter Grund zur Freude.“, schließt Dr. Roland Hilgartner.
Warum sich ein Familienausflug zum Affenberg Salem gerade jetzt besonders lohnt
Der Mai ist am Affenberg Salem traditionell ein Monat voller Leben – doch dieses Jahr ist es besonders eindrucksvoll. Die tierische Kinderstube ist eröffnet, die ersten Berberaffenbabys sind da, und auch die Störche füttern bereits fleißig ihren Nachwuchs. Für Familien aus dem Bodensee‑Hochrhein‑Gebiet ist das der perfekte Zeitpunkt, um einen Ausflug zu planen. Denn selten bekommt man so viele besondere Momente auf einmal geboten.
Ein Ausflug, der sich für Familien aus dem Jestetter Zipfel besonders lohnt
Von Jestetten, Lottstetten, Altenburg oder Rheinau aus ist der Affenberg in gut 45–55 Minuten erreichbar – ideal für einen Halbtages‑ oder Tagesausflug. Für Familien aus dem Zipfel bietet der Affenberg:
Naturerlebnis ohne lange Fahrt
tierische Highlights für alle Altersgruppen
faire Eintrittspreise
viel Platz zum Bewegen, Staunen und Entdecken
Gerade jetzt, wo die ersten Jungtiere da sind, lohnt sich der Besuch doppelt.
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Oliver Irmer
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